Neurodermitis Creme gegen die Hautkrankheit

Zur Neurodermitis Behandlung gehört in aller Regel eine wirkungsvolle Creme. Für die tägliche Pflege ist dabei erst einmal keine spezielle Neurodermitis Creme nötig. Neurodermitis-Patienten sollten ihre Haut täglich mit einer stark rückfettenden Lotion einreiben, am besten direkt nach dem Duschen bei noch nasser Haut. Je trockener die Haut ist, umso fettreicher sollte die Lotion sein. Dabei greifen Neurodermitis-Patienten zu einer Creme, die frei von Parfümen und anderen potenziell hautreizenden Zusatzstoffen ist. Auch Seifen und Duschgels sollten für empfindliche Haut geeignet sein und auf Duftstoffe verzichten. Seifenfreie Waschgels eignen sich am besten für Neurodermitis-Haut. Auch Cremes mit Harnstoff (Urea) können zur Hautpflege eingesetzt werden, sollten aber bei akuten Schüben vermieden werden, da sie auf entzündeter Haut unangenehm brennen. Die regelmäßige Hautpflege heilt Neurodermitis zwar nicht, verbessert aber das Hauptbild insgesamt.

Bei einem akuten Schub ist dann eine spezielle Neurodermitis Creme notwendig. Häufig zur Neurodermitis Therapie eingesetzt wird eine Neurodermitis Creme mit Kortison. Das natürliche Hormon aus der Nebennierenrinde hemmt Entzündungen. Patienten tragen die Kortisoncreme regelmäßig dünn auf die betroffenen Hautstellen auf, was den Juckreiz und die Symptome mildert. Die längere Neurodermitis Behandlung mit einer Kortisoncreme darf nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Nach einem längeren Behandlungsszeitraum muss das Kortisonpräparat schleichend abgesetzt werden. Für Patienten ab dem 3. Lebensjahr kann zudem eine Neurodermitis Creme mit Tacrolimus und Pimecrolimus zum Einsatz kommen. Diese Inhaltsstoffe lindern die Neurodermitis Symptome wirkungsvoll. Der Einsatz von 0,1-prozentigem Tacrolimus wird jedoch erst ab dem 17. Lebensjahr empfohlen.

Neurodermitis Ernährung – Worauf achten?

Ein wichtiger Schritt in der Behandlung der chronischen Hautkrankheit ist die richtige Neurodermitis Ernährung. Eine gesunde Ernährung kann Neurodermitis zwar nicht heilen, die Auswahl der richtigen Nahrungsmittel kann aber dabei helfen, Symptome zu lindern und neuen Schüben vorzubeugen. Mit der richtigen Neurodermitis Ernährung können Betroffene daher selbst Einfluss auf das Krankheitsbild nehmen. Schon während der Schwangerschaft und Stillzeit können Mütter mittels ihrer Ernährungsweise dazu beitragen, Neurodermitis bei ihren Kindern vorzubeugen. Säuglinge, die mindestens sechs Monate gestillt werden, erkranken Medizinern zufolge seltener an Neurodermitis. Gibt es in der Familie bereits Fälle von Allergien oder Neurodermitis, sollten Eltern nach der Stillzeit hypoallergene Beikost verabreichen.

Mediziner gehen davon aus, dass rund 30 Prozent der von Neurodermitis betroffenen Kinder und Erwachsenen an Lebensmittelallergien leiden. Eine gesunde Neurodermitis Ernährung basiert daher in erster Linie darauf, die Allergieauslöser zu vermeiden. Ein Allergietest beim Hautarzt oder Allergologen ermittelt, gegen welche Lebensmittel genau Allergien vorliegen. Häufige Allergieauslöser sind zum Beispiel Kuhmilch, Eier, Nüsse oder Zitrusfrüchte. Für eine wirkungsvolle Neurodermitis Ernährung müssen Betroffene auf diese Lebensmittel verzichten. Zusammen mit dem Arzt lässt sich ein individuell abgestimmter Ernährungsplan erstellen. Allergien können sich im Laufe des Lebens verändern, aus diesem Grund sollten Neurodermitis-Patienten sich regelmäßig neu untersuchen lassen und ihren Ernährungsplan gegebenenfalls anpassen.

Unabhängig von konkreten Lebensmittelallergien gehört zu einer gesunden Neurodermitis Ernährung das Kochen mit frischen Zutaten. Auf Zusätze wie Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Farbstoffe reagieren Neurodermitis-Betroffene stärker als andere Menschen. Fertiggerichte sollten Betroffene daher meiden. Achtung: Auch natürliche Lebensmittel wie Tomaten und Hefe enthalten den Geschmacksverstärker Glutamat. Viele Patienten berichten darüber hinaus, dass der Genuss von Alkohol das Hautbild verschlechtert. Alkohol sollte im Rahmen der Neurodermitis Ernährung daher, wenn überhaupt, nur in Maßen genossen werden. Positiv auf das Hautbild auswirken können sich frisches Obst und Gemüse sowie Fisch, vor allem Seefisch, der reichlich Omega 3-Fettsäuren enthält. Obst und Gemüse kann durch andünsten und kurzes Garen verträglicher gemacht werden.

Auf welche Lebensmittel Neurodermitis-Patienten reagieren, ist sehr individuell. Um die passende Neurodermitis Ernährung zu finden, hilft es, ein Ernährungstagebuch zu führen. Hier tragen Betroffene ein, welche Lebensmittel sich negativ auf das Hautbild auswirken und welche sie ohne Symptome genießen können.

Neurodermitis Ursachen und Behandlung sowie Therapie

Neurodermitis, auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt, ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung. Zu den Neurodermitis Symptomen gehören gerötete, trockene und juckende Haut, die zumeist in Schüben auftritt. Bei vielen Patienten sind vor allem Gesicht, Kopfhaut und Hände betroffen. Neurodermitis tritt oft im Säuglings- oder Kleinkindalter zum ersten Mal auf. Die Symptome können während der Pubertät verschwinden oder sich zumindest mildern, aber auch Erwachsene sind von der chronischen Hauterkrankung betroffen. Was sind die Neurodermitis Ursachen, welche Ansätze für eine Neurodermitis Therapie gibt es? Kann eine spezielle Neurodermitis Ernährung helfen? Wir haben Antworten auf diese und weitere Fragen zusammengestellt.

Neurodermitis Ursachen: Was löst die Hautkrankheit aus?

Wer von Neurodermitis betroffen ist, kennt die quälend juckenden, trockenen Hautstellen, die sich unschön gerötet und schuppig zeigen. Was die Hautkrankheit genau auslöst, ist nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass das atopische Ekzem nicht ansteckend ist. Vielmehr sind die Neurodermitis Ursachen genetischer Natur. „Atopisch“ bedeutet, dass die Krankheit durch eine überschießende, fehlgesteuerte Immunreaktion ausgelöst wird. Das Immunsystem reagiert dabei auf eigentlich harmlose Stoffe wie Hausstaub, Blütenpollen oder bestimmte Nahrungsmittel, sogenannte Allergene. Lymphozyten, weiße Blutkörperchen, produzieren Abwehrstoffe gegen diese Allergene, unter anderem Immunglobulin E, abgekürzt IgE. Kommt IgE mit verschiedenen Botenstoffen des Immunsystems zusammen, löst es die entzündliche Hautreaktion aus, die typisch für die Neurodermitis ist. Weiße Blutkörperchen und der entzündungsfördernde Botenstoff Histamin verstärken die Abwehrreaktion und lösen das unangenehme Jucken aus. Die Veranlagung dafür wird von Eltern an ihre Kinder weitervererbt.

Neurodermitis Ursachen sind zudem Umwelteinflüsse: Ein akuter Neurodermitis-Schub kann so zum Beispiel durch den Kontakt mit bestimmten Allergenen ausgelöst werden, oder durch eine mechanische Reizung der Haut. Ist das Immunsystem durch Infektionen oder ungewohnte klimatische Bedingungen belastet, kann dies ebenfalls zur Hautreaktion führen. Auch psychischer Stress gehört zu den Neurodermitis Ursachen, da auch Stress das Immunsystem belastet.

Neurodermitis Behandlung: Gibt es eine wirkungsvolle Neurodermitis Therapie?

Die Neurodermitis Behandlung setzt sich aus zwei Stufen der Neurodermitis Therapie zusammen: Die Basisbehandlung und die Therapie der Hautentzündung.
– Stufe 1 der Neurodermitis Behandlung, die Basistherapie, besteht in einer täglichen Anwendung von Cremes und dem Vermeiden von Auslösefaktoren.
– Stufe 2 ergänzt die Neurodermitis Therapie durch Medikamente, welche die Immunantwort des Körpers herunterregeln und auf diese Weise die Schübe abmildern. Derartige Medikamente können in Form von Neurodermitis Creme oder in Form von Tabletten oder Infusionen verabreicht werden.

Die Stärke der Medikamente hängt von der Schwere der akuten Schübe ab. Bei leichten bis mittelschweren Ekzemen reicht häufig eine äußerliche Behandlung mit Neurodermitis Creme aus. Bei schwereren Schüben können Antihistaminika, anti-allergene Mittel, zum Einsatz kommen. Die Neurodermitis Therapie sollte möglichst früh beginnen, bevor der Schub in voller Stärke ausgebrochen ist.

Eine weitere Möglichkeit der Neurodermitis Behandlung ist die Lichttherapie. Der Hautarzt bestrahlt die betroffenen Stellen mit UV-Licht, das Entzündungsquellen in der Haut hemmt. Der Aufenthalt im Reizklima, zum Beispiel an der See oder im Gebirge, kann Neurodermitis Symptome ebenfalls mildern. Die Luft in diesen Gebieten ist allergiearm, die UV-Einstrahlung hoch. Zur Neurodermitis Therapie kommt daher auch eine Kur an Nord- oder Ostsee oder in den Alpen in Frage.

Verschiedene Hausmittel wie Umschläge mit warmer Weizenkleie oder mit kaltem Wasser unterstützen die Neurodermitis Behandlung und können akuten Juckreiz lindern. Hausmittel sollten Sie jedoch nicht als alleinige Neurodermitis Therapie einsetzen.